UNSER KLEINES PRAXIS ABC

Für uns, als kieferorthopädische Fachpraxis, ist es eine Selbstverständlichkeit, unseren Patienten vor, während und nach einer kieferorthopädischen Behandlung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Während einer kieferorthopädischen Behandlung tauchen immer wieder Fachbegriffe auf, die dem Laien unverständlich sind.

Um die Kieferorthopädie etwas verständlicher zu machen, haben wir ein kleines ABC zusammengestellt, das die gängigsten Fachbegriffe erläutert.

Was ist Kieferorthopädie (KfO) eigentlich?

Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin und befasst sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne. Eine falsche Stellung von Kiefer und Zähnen können zum Teil gravierende gesundheitliche Auswirkungen auf den Körper und Organismus haben, wenn beispielsweise die Nahrung beim Kauen nicht richtig zerkleinert werden kann oder wenn sich eine falsche Kieferstellung negativ auf die Körperhaltung auswirkt.

In den allermeisten Fällen verbessert sich durch eine kieferorthopädische Behandlung nicht nur die Kau- und Abbeißfunktion sondern geht auch mit einer sichtbaren Verbesserung Ihres Aussehens einher, wenn schiefe Zähne auf einmal gerade stehen und sich durch eine Kieferkorrektur ein harmonischer Profilverlauf ergibt.

Welche Rolle spielt dabei der Kieferorthopäde?

Der Kieferorthopäde, wie z. B. Herr Dr. Steffen Sellerer, hat nach seinem Studium der Zahnmedizin zunächst mindestens ein Jahr regulär als Zahnarzt gearbeitet und somit seine Patienten allgemeinzahnmedizinisch betreut. Im Anschluss daran folgt eine dreijährige Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie. Durch diese fachbezogene Weiterbildung ist der Kieferorthopäde neben seinem allgemeinzahnärztlichen Wissen besonders auf die Behandlung komplexer Zahn- und Kieferfehlstellungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen spezialisiert. Er kann somit individuell über die Behandlungsmethoden und Behandlungsapparaturen entscheiden, die seinem Patienten durch gerade Zähne ein schönes Lächeln schenken.

Was sind Behandlungsapparaturen?

Die Behandlungsapparaturen sind die Werkzeuge, mit denen der Kieferorthopäde die Zähne und die Kiefer wieder in die richtige Position bringen kann. Hierbei unterscheidet man zwischen den festsitzenden Behandlungsapparaturen (festsitzende Zahnspangen, Multiband-Multibracketapparaturen) und den herausnehmbaren Behandlungsapparaturen (herausnehmbare, lockere Zahnspangen).

Was macht eine festsitzende Zahnspange (Multibracketapparatur)?

Eine festsitzende Zahnspange wird eingesetzt, um die Zahnstellung zu korrigieren. Mit einer Sonderform der festsitzenden Zahnspange kann auch die Kieferstellung korrigiert werden. Bei der festsitzenden Zahnspange werden sogenannte Brackets auf die Zähne geklebt und ggf. Bänder (Ringe) um die letzten Zähne befestigt. In den Bändern und Brackets sind Schlitze (Slots) eingearbeitet, in welche ein dünner Draht gelegt wird. Dieser Draht umfasst den ganzen Zahnbogen und bewirkt, daß sich die Zähne bewegen können. Die Drähte werden nach bestimmten Abständen gewechselt, so daß sich die Zähne nach und nach an die richtige Stelle bewegen können. Oft braucht man dafür auch noch Hilfsmittel, wie z. B. kleine Gummiringe, die man dann selbst noch zur Unterstützung der Zahnbewegung einhängen kann. Eine feste Zahnspange ist anfangs natürlich etwas ungewohnt. Aber daran gewöhnt man sich auch recht schnell. Ganz wichtig bei der Behandlung mit der festen (natürlich auch bei der herausnehmbaren) Zahnspange ist die Zahnpflege! Vor allem bei der festsitzenden Zahnspange ist das Saubermachen der Zähne schwieriger, da man nicht so gut an die Zähne und in die Zahnzwischenräume kommt. Aber: Ohne gründliches Putzen können Karies, Entkalkungen und Entzündungen entstehen. Deshalb: Bitte nach jedem Essen, vor allem aber vor dem Schlafengehen, gründlich Zähne putzen!

Wann brauche ich eine herausnehmbare (lockere) Spange?

Eine herausnehmbare Zahnspange wird eingesetzt, wenn beispielsweise eine Lagekorrektur des gesamten Kiefers vorgenommen werden muß (z. B. Bionator) oder wenn einzelne Zähne bewegt werden müssen (z. B. aktive Platte). Auch die meisten Platzhalter zum Offenhalten von Lücken und die Retentionsspangen (Haltespangen) sind lockere Zahnspangen. Die herausnehmbare Zahnspange besteht in der Regel aus Kunststoff und spezielle Halteelemente aus Draht. Für den Kunststoff kann man sich verschiedene Farben oder sogar Farbkombinationen aussuchen, was vor allem bei unseren jüngeren Patienten sehr gut ankommt. Wie oft und wie lange eine herausnehmbare Spange zu tragen ist, kommt immer sehr auf die Art und die Ausprägung der Fehlstellung an. Anfänglich kann die Spange beim Sprechen etwas hinderlich sein, da sich die Zunge erst daran gewöhnen muß. Das legt sich jedoch wieder.

Was sind „Aligner“?

Die Zahnstellungskorrektur mittels Aligner (transparente Schienen) ist eine nahezu unsichtbare Behandlungsmethode. Ausgehend von der aktuellen Fehlstellung der Zähne wird zunächst das gewünschte Behandlungsziel simuliert. Der Weg von der Fehlstellung bis hin zum schönen Lächeln wird in kleine Behandlungsschritte unterteilt und diese in die einzelnen Aligner einprogrammiert. Somit wird festgelegt, wie viele Aligner zur Behandlung gebraucht werden. Jeder Aligner baut auf seinen vorherigen Aligner auf und bringt die Zähne Stück für Stück dem Behandlungsziel näher. Das Wechseln der Aligner auf die nächst höhere Alignerstufe wird ca. jede zweite Woche vorgenommen. Die Dauer einer Alignerbehandlung ist abhängig von der Ausprägung der Fehlstellung und somit von der Anzahl der benötigten Behandlungsschienen. In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine solche Behandlung mittels Invisalign® oder Harmonie-Schiene® an.

 

 

Dr. Steffen Sellerer und Kollegen

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90762 Fürth

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